Mit meinem Schwager Peter hatte ich im September 2009 die Gelegenheit, für ein paar Tage nach Südfrankreich zu fahren. Dort war ich bereits einmal im Jahr 1995. Damals wie jetzt wohnten wir in einer kleinen Ferienwohnung, 10 km außerhalb von Cannes. Hinfahrt mit dem Zug bis Lindau, wo ich dann in das Auto meines Schwagers umstieg. Dann durch den San Bernardino, Mailand, Genua, Nica. Die Landschaft ist reizvoll. Das Esterell-Gebirge mit seinem roten Gestein fällt in einer felsigen Küste in das dunkelblaue Mittelmeer, überwölbt von einem helleren Blau des Himmels. Kein Wunder, wir sind an der Cote’de Azur. Unsere Wohnung war Teil einer Ferien-Wohnanlage in Miramar. Die Räumlichkeiten klitzeklein, gerade das Notwendigste, aber mit einer Terrasse, die selbstverständlich freien Blick auf das Meer gab. Wenn man sowieso den ganzen Tag auf den Beinen ist, d.h. außerhalb der Wohnung, nimmt man die räumliche Enge in Kauf. – Für den nächsten Tag hatten wir nichts besonderes geplant. Erledigungen bei der Verwaltung der Feriensiedlung, Shopping in Cannes, wir gingen es gemütlich an. – Der Donnerstagmorgen zeigte sich von seiner besten Seite: Herrlicher Sonnenschein. Ein Ausflugstag. Wohin? Wir entschlossen uns für Hyeres. Das ist ein Städtchen, das man über die Autobahn bei Toulon erreichen kann. Rückfahrt über St.Tropez. Das Städtchen war früher ein einfaches Fischerdorf, dass aber durch den Zuzug von namhaften Filmgrössen zu einem bekannten Ort geworden ist. Die Landschaft in Cannes oder Nica ist viel schöner als diese Gegend. – Der Freitag war ein totaler Regentag, ein Schauer nach dem anderen zog über uns weg. In der Nacht zum Samstag krachten Blitz und Donner um unsere Ohren. In einigen Nachbarorten wütete der Sturm und richtete Schaden an. – Samstagfrüh wechselten wir in ein Hotel in Theoul über, in das „Horizonte Blue“, ein Resort mit Hotel. Die Ferienwohnung meines Schwagers war vermietet worden und wir mußten ausweichen. – Der Sonntag war vorbehalten für einen Besuch auf den Lerins. Dort gibt es ein Zisterzienserkloster auf der Insel St.Honorat. Ich hatte es vom letzten Besuch in bester Erinnerung, auch wegen des liturgischen Gesanges der Mönche nach Art der Slawistik. In Frankreich war Museumstag, das heißt freier Zugang zu allen Museen. Schon um 9 Uhr waren wir auf der Insel. Alles war schön und klappte gut. Der Eindruck wurde nur getrübt durch das Restaurant „La Tonnelle“, das die einzige Möglichkeit war etwas zu Essen, aber vollig überfüllt und überfordert war. Zurück in Cannes suchten wir nach einer weiteren Möglichkeit, etwas zu Essen. Mehr als ein Eis war nicht drinnen. Dann beschlossen wir, nach Theoule zurück zu fahren und Crepes zu essen. -
Montag herrlicher Sonnentag. Peter suchte sein Vergnügen beim Schwimmen im Meer, mich zog es hinauf in das Esterell-Gebirge. Herrliche Ausblicke auf die Küste mit dem blauen Meer und dem blauen Himmel. -
Den nachfolgende Dienstag und Mittwoch gestaltete ich in der gleichen Weise. Nach unserem gemeinsamen Frühstück in Theoule zog ich wieder los auf die Höhe, versogt mit einer Tagesration Verpflegung aus dem Supermarkt. Ich verlebte so drei wunderschöne Wandertage mit mir selber.- Ich konnte es immer so einrichten, dass ich mit Tagesabschluß an dem Monument „Notre Dame d’Afrika“ vorbeikam. Es steht auf einer Anhöhe in der Nähe unseres Hotels. Es ist ein Ehrenmal für die gefallenen Soldaten des Algerien-Krieges. Die Madonnen-Figur ist eine 12 m hohe Nachbildung der „Madonna von Algier“. -
Der Donnerstag-Morgen fand mich dann doch noch mal beim Schwimmen im Meer. Nachmnittags zog es mich wieder in die Höhe. Ich setzte mich in die Nähe der Madonna, las in Büchern, meditierte und schaute einfach auf das blaue Meer. Einfach herrlich! -
Freitags war der Heimreisetag. Wir fuhren über Aix-en-Provence, Lyon, Besancon, Mühlhausen, Heilbronn, Würzburg nach Coburg zurück. -
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Die Cote d’Azur hat heute nicht mehr nur Exklusivität und Reichtum. Die meisten Leute kommen aus dem Mittelstand, sowie Senioren oder junge Familien mit Kindern. Quartiere gibt es in allen Preislagen. Jedoch Juni, Juli und August ist sie überlaufen. Beliebt ist sie auch wegen ihrer landschaftlichen Schönheit, den sommerlichen Temperaturen und dem milden Klima im Winter. Die lange Anfahrt per Auto ist unangenehm. Besser ein Billigflug nach Nica. Mit öffentlichen Verkehrsmittel, die sehr billig sind, kann man alle Sehenswürdigkeiten erreichen. -
Weitere Erläuterungen stehen im Webalbum unter den Fotos.
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| Fahrt an die Cote d’Azur September 2009 |
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Oktober 3, 2009 at 10:09
Hallo Franz,
sehr schöne Eindrücke die du da mitgebracht hast. Ich bekomme richtig Lust auf eine Fahrt ans Mittelmeer.
Martin