Nun schreibe ich etwas über meine Zeit als Erzieher im Internat St.Paul in Wittlich.
Es fing an im Jahre 1971, im August, als das neue Schuljahr begann. Zuvor war ich mit all meinen Sachen umgezogen. Es tat mir ein bisschen leid, in St.Wendel, im Saarland, alles hinter mir zu lassen. Unter den jüngeren Brüdern herrschte ein guter Geist und es war einfach immer etwas los. Andererseits konnte es so nicht weitergehen. Wir hatten den katechetischen Kurs abgeschlossen und die „Missio Canonica“ erhalten. Es kamen eigens für diesen Kurs einige Kollegen aus anderen SVD Häusern. Als wir den Abschluss in der Tasche hatten, flogen wir alle wieder auseinander. Jeder drängte irgendwie auf Action, jeder wollte irgend etwas in dieser Richtung tun. Ich bekam die Chance, im Internat Wittlich in der Jugendarbeit und Heimerziehung mitzuarbeiten. Das interessierte mich alles sehr. Wir hatten ungefähr 35 Jungens im Alter zwischen zehn und achtzehn Jahren. Sie waren in der sog. Orientierungsstufe für die Realschule und das Gymnasium bzw. im Aufbaugymnasium. Pater Anton Schuch SVD war der Chef, ich als sein Helfer betreute die Unterstufe. Im Haus gab es dann noch die Kommunität, d.h. die Gemeinschaft der anderen Patres und Brüder. Da waren der Rektor, P.B.Zerwes, der Ökonom P.J.Grendel, P.Prinz, Bruder Weigl hatte die Verwaltung, Bruder Gabriel war Organist, Schreiner und Reisebruder, in der Landwirtschaft waren die Brüder Matthias, Lambert, Druthmar, Gottfried und im Garten Bruder Mecking. Das war eine recht muntere Schar und Schüler- und Hausgemeinschaft lebten eng zusammen und jeder wusste von jedem. Wir waren eine richtige Großfamilie. Ich fühlte mich recht wohl. Ich hatte guten Kontakt zum Pfarrer von Wengerohr. Ich machte dort in die Jugendarbeit und in die Liturgie mit. Er gab mir auch ein paar Religionsstunden, so dass ich auch im Lehrkörper der Hauptschule gut integriert war. Das alles war wiederum recht interessant für mich. Für das Feld Heimerziehung hatte ich keine spezielle Ausbildung. Ich hatte mein Naturtalent zu entwickeln. Nach dem Motto: Aus Fehlern lernt man und wird klug dabei, sammelte ich Erfahrungen. Mein Chef ließ mir Zeit. Er hatte Geduld mit mir.
Sankt Martin -Feier im Schülerheim St.Paul/Wengerohr.Wir haben große Transparent-Laternen gebastelt. Jetzt ist der Zug bereits zu Ende und wir warten auf die Martinshörnchen. Wir singen noch ein paar Lieder, begleited von den vier Musikern. Das war im Jahr 1973.
Wir hatten auch richtige Seifenkisten, die Rennen gefahren haben. Sie müssen gelegentlich auch gewaschen werden. Bruder Jakob tut es mit dem richtigen Auto auch. 1974
Im Wittlicher Tal, zwischen Mosel und Eifel, gab es im Winter manchmal viel Schnee. Es gab ein paar kleine Hügel in der Nachbarschaft, wo wir hinunterrutschen konnten. Aber manchmal packten wir unsere Schlitten und uns selbst in unseren Mini-Bus und fuhren hinauf in die Eifel.
-wird fortgesetzt-




